Reiten ohne Umwege

„Reiten ohne Umwege“

Es gibt Momente im Leben mit Pferden, in denen man spürt: Irgendwie müsste es sich anders anfühlen. Leichter, stimmiger. Vielleicht fehlt dir auch manchmal das Gefühl von – „ja klar, nachvollziehbar“. Vergleichen wir es mit einem Puzzle. Man fängt nicht an, herumzupuzzeln, ohne das Gesamtbild zu kennen? Viele Reiter erkennen irgendwann, dass sie nicht weiterkommen. Für die Einzeltipps, Methoden und Meinungen, die sie wie Puzzleteile sammelten, fehlt eine klare Vision; ein inneres Verständnis dafür, wie Pferd und Reiter tatsächlich gemeinsam vorankommen können. Manchmal ist es aber auch einfach so, dass die Teile, die sie auf ihrer Odyssee zusammengetragen haben und nun zusammenlegen wollen, gar nicht zum selben Bild gehören.

Erst wenn du ein Bild deines Zieles hat, musst du dich nicht ständig fragen, ob du vielleicht gerade an der falschen Stelle ansetzt. Erst dann kannst du beherzt, sicher und planvoll voranschreiten. Auch wenn nicht sofort jedes Teilchen an seinen richtigen Platz findet – das ist für dich kein Problem, du machst zielstrebig und ohne Zweifel weiter.

Warum ich es Reiten ohne Umwege genannt haben:

Ich habe so oft erlebt, wie Missverständnisse entstehen, die nicht hätten entstehen müssen. Wie Pferd und Reiter auf Irrwege geschickt werden – Wege, die von außen zunächst gut aussahen, aber innen nichts als Knoten hinterließen. Und ja, es braucht oft viel Mühe, sie dort wieder herauszuholen. Sowas passiert, und kann nie ganz ausgeschlossen werden. Aber meiner Meinung nach passiert es besonders dann, wenn geistige Beweglichkeit fehlt; Nachdenken und Hinterfragen. Zu oft werden Phrasen ungeprüft weitergetragen und vieles verliert dadurch an Passgenauigkeit. Häufig fällt die Reitlehre dadurch der Flüsterpost zum Opfer. Vielleicht auch du?

Mein Lieblingsmotto schon aus jungen Jahren: Selber denken macht schlau. Bezüglich des Reitens war es lange Zeit schlicht notwendig, denn lange Zeit war kaum jemand da, den ich hätte fragen können. Heute bin ich dankbar für diesen Start, denn ich habe vieles einfach ausprobiert, Ideen aufgegriffen, nachgedacht – und hinterfragt. Ich habe viele Wege ausprobiert, bin mit und ohne Lehrer auf einer Menge Umwegen und in einigen Sackgassen gelandet. Das ist nicht per se was Schlechtes. Am Ende einer Sackgasse kann es wunderschön ruhig sein. Aber wenn man weiter möchte, dann muss man umkehren.

Ich sage – es gibt keine Abkürzung. Aber Umwege oder Sackgassen solltest du meiden. Gerade weil die Zeit, die den meisten für ihre reiterliche Entwicklung zur Verfügung steht, begrenzt ist. Und die Leidtragenden sind dabei leider oft die Pferde.

Warum ich diesen Weg mit dir teile:

Seit nunmehr 45 Jahren sind Pferde ein allgegenwärtiger Begleiter in meinem Leben. Mit all diesen Begegnungen und Erfahrungen habe ich mein tiefes Wissen erworben – ein Wissen, das aus Beobachten, Spüren und Begleiten über Jahrzehnte entstanden ist. „Intuition ist abgesacktes Wissen“ und es ist so tief in mir verankert, dass ich schnell „ins Schwarze“ treffe. Und genau von diesem Erfahrungsschatz möchte ich dich profitieren lassen.

Mit diesem Blog möchte ich dir Orientierung geben, kleine Impulse setzen, dir Schritt für Schritt helfen zu wachsen und dir ermöglichen, dein Pferd bestmöglich zu begleiten.

Fortschritt entsteht durch?
Üben, üben, üben…

Aber wer hat heute schon die Möglichkeit von Kindesbeinen an unzählige Pferde zu erleben, zu fühlen, zu reiten, von ihnen zu lernen? Die wenigsten. Ich hatte dieses unglaubliche Glück, und bin dadurch auf dem glücklichen Weg gelandet meine Berufung zu leben und meine Erfüllung in meiner Arbeit zu finden.

Auch wenn du nicht die Chance hast, über viele Jahre hinweg täglich mit verschiedenen Pferden zu arbeiten, ist es dennoch möglich, immer besser zu werden. Ich sehe es als meine Lebensaufgabe an, einen Weg zu bereiten, der dir hilft, das Beste aus dir herauszuholen – unter den Umständen, die dir gegeben sind.

Wie dir das gelingen kann? Meide Umwege. Widerstehe der Verlockung von Abkürzungen.

Das ironische: Wer nach einer Abkürzung sucht, landet erstaunlich oft auf Umwegen.

Mein konkretes Ziel dieses Blogs: dir Orientierung zu geben; ein klares Bild. Ideen, wie du Zusammenhänge erkennen und Schritt für Schritt dein Reiten vertiefen kannst. Dinge, die du direkt fühlen, anwenden und nachvollziehen kannst.

Reiten ohne Umwege heißt für mich auch: sich auf die Notwendigkeit eines tragfähigen Fundaments zu besinnen – im Pferd, im Reiter, im Miteinander – und darauf aufbauend einen Weg der Entwicklung zu gehen. Manchmal fühlt sich dieser Weg am Anfang langsamer an als die schnellen Lösungen. Aber irgendwann – und das ist das Schöne – holt er sie ein. Und dann trägt er dich weiter, als jeder Kurzstrecken-Tipp es je könnte.

Erfahrung entsteht nicht nur im Sattel:

Du wirst staunen, wie viel du im Alltag lernen kannst, selbst ohne Pferd. So viel lässt sich trainieren – beim Wäscheaufhängen, Spülmaschine einräumen, Treppensteigen. Klingt zu banal? Mag sein. Aber genau dort verstecken sich deine reiterlichen Hilfen: Schulterbeweglichkeit, Hüftstabilität, Balance. Zielgerichtet lassen sich daraus erstaunliche Fortschritte für dein Reiten ableiten. Das Einzige, was du tun musst: bereit sein, immer wieder für ein paar Momente im Alltag „zu trainieren“.

Hierfür gebe ich dir künftig Gedankenanstöße, kleine Übungen und konkrete Beispiele, die du sofort ausprobieren kannst – Schritt für Schritt, in kleinen Dosen, die große Veränderungen bewirken können.

Wichtig:

Ich nehme dabei auch Perspektiven ein, die von deinem bisher Gehörten abweichen können. Aber gerade das erlaubt dir, selbst zu denken, zu hinterfragen – und dadurch authentisch zu wachsen. So kannst du für dich selbst entscheiden, wann ein vorgeschlagener Weg für dich Sinn macht und wann es sich lohnt, neue Ideen auszuprobieren. Nur behalte dein eigenes Ziel im Blick.

Hier hätte ich auch eine Phrase für dich, und hoffentlich die einzige: „Jeder Veränderung beginnt mit dem 1. Schritt.“ Fang einfach an.

Ausblick:

Also herzlich willkommen bei „Reiten ohne Umwege“. Dies ist erst der Anfang. Es werden viele weitere Impulse folgen, in Zukunft wird es auch noch Podcast und Online-Angebote geben, die tiefer in einzelne Themen eintauchen. Bis dahin lade ich dich ein: starte jetzt, probiere aus, experimentiere und lass dich von den kleinen Momenten inspirieren. Denn genau hier beginnt echte Entwicklung – nicht schnell, nicht laut, sondern nachhaltig, klar und spürbar.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Im Sinne eines wertschätzenden Miteinander bitten wir dich,

die Urheberrechte dieser Webseite zu respektieren.

Wir danken Ihnen für dein Verständnis.